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Die Funktionsweise eines Dampfgarers

Dampfgaren liegt im Trend. Es ist einfach, die Speisen sind einfach zuzubereiten, die Geräte leicht zu reinigen und das Essen ist besonders vitaminreich und mineralstoffhaltig. Auch Spurenelemente bleiben besser erhalten, als beim herkömmlichen Kochen oder Braten.

Unter Druck oder drucklos dampfgaren

Der klassische Dampfgarer funktioniert unter Druck. Die Speisen werden oberhalb des Dampfes in ein geschlossenes System gegeben und Wasser erhitzt. Es entsteht Wasserdampf, der das Gargut umschließt und es gart / kocht. Aufgrund des geschlossenen Systems entsteht ein Überdrück und das Kochgut wird schneller gegart. Üblich sind in der Regel 2 Bar Druck, wobei der Dampf ca. 120° Celsius heiß ist. Eine ähnliche Technik finden wir heutzutage übrigens auch im Schnellkochtopf. Hier liegt allerdings das Lebensmittel im Wasser, weshalb Vitamine und Mineralstoffe ausgeschwemmt werden können.Das Dämpfen unter Druck spart Zeit und Energie, ist aber leider auch sehr teuer. Gute Druckdampfgarer kosten mehrere Tausend Euro und sind eigentlich nur für Großküchen oder Restaurants geeignet.

Dampfgaren im Kochtopf

Da Dampfgarer, die unter Druck arbeiten, für den Hausgebrauch eher unpraktikabel und auch teuer sind, hat man für zuhause verschiedene Formen des Dampfgarens entwickelt. Ganz klassisch kann man über einen Kochtopf einen durchlöcherten Behälter hängen (Dämpfeinsatz, ähnlich einem Sieb). Dieser Behälter wird oft  am Rand des Topfes einfach eingehängt. Durch die Löcher kann nun der entstehende Wasserdampf aufsteigen und das Gargut dämpfen.

Dampfgar-Einbaugeräte

Da die Technik immer weitere Fortschritte gemacht hat, gibt es inzwischen Dampfgarer als Einbaugeräte, welche die Größe eines normalen Backofens haben und in der Regel in die Küchenzeile integriert werden. Auch Kombigeräte (Backofen und Dampfgarer in einem) gibt es inzwischen. Der Vorteil dieser Geräte liegt darin, dass man Dämpfen und Backen kombinieren kann, was viele neue Rezeptvariationen ermöglicht. Leider sind diese Geräte aufgrund ihres Nischendaseins aktuell noch recht teuer, aber es ist zu vermuten, dass sie mit Akzeptanz und Verbreitung in den Haushalten deutlich günstiger werden.

Dampfgarer als Tischgeräte

Bereits seit einigen Jahren gibt es dann auch die Tischgeräte, mit denen wir uns auf diesen Internetseiten befassen. Hier werden auf einen Sockel, in dem Wasserdampf durch eine Heizspirale erzeugt wird, verschiedene Körbe gestellt, die durchlöchert sind. Die Körbe passen dicht ineinander, so dass eine Turm aus ein- bis drei Etagen ensteht, in dem der Wasserdampf zirkulieren kann. Ganz oben befindet sich meist ein Deckel, der ein paar Austrittslöcher aufweist, damit kein Überdruck im System entstehen kann.

Seltener befinden sich die Einsätze auf einer Ebene, wie zum Beispiel bei Geräten der Firma Murphy Richards (Achtung: aktuell noch BPA-haltig (Stand Juni 2016))

Verschiedene Einsätze mit und ohne Löcher, eine Zeitschaltuhr, ein Timer oder sogar ein kleines LCD-Display mit verschiedenen Programmen runden solch ein Tischgerät dann ab. Gute Geräte haben auch eine Nafüllmöglichkeit für Wasser während des Betriebes und schützen vor „Trockenlaufen“, indem sie einen Warnton abgeben und das Gerät abschalten.

Dämpfen in der Mikrowelle

Kurz erwähnt sei hier noch, dass es auch kleine Plastikbehälter gibt, die mikrowellengeeignet sind und mit denen man in der Mikrowelle auf kleinem Platz auch Lebensmittel dampfgaren kann*. Einige Behälter sind sogar frei von Weichmachern und zumindest in den Mikrowellen, die Feuchtigkeit vertragen, sind diese Behälter durchauch für kleine Mengen praktikabel.

Fazit

Es gibt verschiedene Methoden, unter Dampf zu garen. Hier muss jeder selbst wissen, ob er lieber klassisch im Topf dämpft, sich die teuren Einbaugeräte leisten kann und will oder auf das bequeme und günstige Tischgerät verlassen mag. In jedem Fall sollten Sie sich jedoch unseren Ratgeber durchlesen und ein Gerät ohne Weichmacher kaufen.


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